Die Räter prägten über Jahrhunderte die Kultur des inneralpinen Raums. Ihre Siedlungen, Grabstätten, Kultplätze und archäologischen Funde zeugen von einer eigenständigen Kultur, die sich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelte und weite Teile des heutigen Tirols, Südtirols, Trentino und Oberbayerns umfasste.
Das grenzüberschreitende Projekt „Die Räter im inneralpinen Raum" hat zum Ziel, dieses bedeutende archäologische und kulturhistorische Erbe sichtbarer und für Einheimische sowie Gäste erlebbar zu machen. Dafür werden relevante Fundstellen und Museen im Projektgebiet erfasst, ihre Präsentationsformen untersucht und Möglichkeiten für eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufgezeigt.
Gemeinsam werden Empfehlungen entwickelt, wie archäologische Fundstätten und Sammlungen durch zeitgemäße, attraktive und museumsdidaktisch fundierte Vermittlungsangebote zugänglich gemacht werden können. Eine Kurzbroschüre mit ausgewählten Besichtigungsmöglichkeiten sowie zwei öffentliche Vorträge ergänzen das Projekt.
Durch die Vernetzung regionaler Akteurinnen und Akteure entsteht eine gemeinsame Wissensbasis, die historische Verbindungen über heutige Grenzen hinweg verdeutlicht. Gleichzeitig stärkt das Projekt die regionale Identität, fördert die Vermittlung des kulturellen Erbes und eröffnet neue Perspektiven für die kulturhistorische und touristische Entwicklung des inneralpinen Raums.
Im Projekt fungiert das Institut für Archäologien der Universität Innsbruck als Lead-Partner und auf bayerischer Seite neben der Zugspitz Region GmbH, der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit dem Museum Werdenfels als weitere Partner.
Das Projekt wird mit Mitteln aus dem INTERREG-Programm Bayern–Österreich 2021–2027 gefördert.